Tinte – Was ist das eigentlich?

Zunächst einmal bezeichnet Tinte nichts anderes, als ein intensives Farbmittel in einer Flüssigkeit. So wurde Tinte schon vor über 5000 Jahren im alten Ägypten angerührt. Damals hat man einfach Ruß mit Gummiwasser vermischt. Diese Technik wird bis heute für die Herstellung einiger Künstlerfarben genutzt. Auch die im 3. Jahrhundert v. Chr. entwickelte Eisengallustinte ist bis in die Gegenwart in Gebrauch. Dabei werden statt Ruß abgekochte Galläpfel und Eisensulfat dem Gummiwasser, auch bekannt als Gummi arabicum, beigefügt. Dennoch hat sich seither natürlich vieles verändert. Seit dem 19. Jahrhundert werden zunehmend chemische Farbstoffe und industrielle Fertigungsweisen verwendet. So kann Tinte produziert werden, die stets exakt den selben Farbwert aufweist. Das ist natürlich gerade bei der Mischung von unterschiedlichen Farben enorm wichtig. Heute gibt es für nahezu jeden Zweck eine spezielle Tinte.

Tinte für den Drucker
Moderne Tintenstrahldrucker arbeiten mit ganz besonderer Tinte. Hier muss gewährleistet sein, dass die Tinte die extrem feinen Druckdüsen problemlos passieren kann. Um zu verhindern, dass sie auf dem Blatt verläuft, muss die Tinte extrem schnell abtrocknen. Gleichzeitig darf sie jedoch nicht an den Druckköpfen eintrocknen. So sind wahre High-Tech-Produkte entstanden. Diese und eine Vielzahl weiterer Eigenschaften verdeutlichen: Wer versucht die Kartusche seines Druckers mit handelsüblicher Tinte für Füllfederhalter nachzufüllen, wird eine böse Überraschung erleben.

Geheime Zusammensetzung von Tinte
Um ihr Know-how zu schützen, halten die Hersteller die Rezepte für ihre Tinte streng geheim. Natürlich möchten sie nicht, dass andere Anbieter von ihren hohen Entwicklungskosten profitieren. Auch könnten Hersteller von originaler Tinte kaum ihre sehr hohen Preise am Markt durchsetzen, wenn bekannt wäre, wie sie zusammengesetzt ist. Nichtsdestotrotz gibt es heute für fast jede originale Tinte ein weit preisgünstigeres Ersatzprodukt. Die Zusammensetzung des Ersatzproduktes mag dabei nicht der der originalen Tinte entsprechen, allerdings lassen sich Farb- und Sättigungsunterschiede nur im direkten Vergleich feststellen.

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